RKI – Fehleinschätzung

Das RKI ist dem Bundesgesundheitsministerium unterstellt, also nicht unabhängig. Von Beginn an stuft das RKI die Gefährdung für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland insgesamt als sehr hoch ein.

Aufgabe des Ausschuss für Biologische Arbeitsstoffe (ABAS) beim Bundesarbeitsministerium ist es, eine Einstufung von Biostoffen in Risikogruppen gemäß der Biostoffverordnung vorzunehmen. Es gibt vier Gefahrenklassen:

Risikogruppe 1

Biostoffe, bei denen es unwahrscheinlich ist, dass sie beim Menschen eine Krankheit hervorrufen,

Risikogruppe 2

Biostoffe, die eine Krankheit beim Menschen hervorrufen können und eine Gefahr für Beschäftigte darstellen könnten; eine Verbreitung in der Bevölkerung ist unwahrscheinlich; eine wirksame Vorbeugung oder Behandlung ist normalerweise möglich,

Risikogruppe 3

Biostoffe, die eine schwere Krankheit beim Menschen hervorrufen und eine ernste Gefahr für Beschäftigte darstellen können; die Gefahr einer Verbreitung in der Bevölkerung kann bestehen, doch ist normalerweise eine wirksame Vorbeugung oder Behandlung möglich,

Risikogruppe 4

Biostoffe, die eine schwere Krankheit beim Menschen hervorrufen und eine ernste Gefahr für Beschäftigte darstellen; die Gefahr einer Verbreitung in der Bevölkerung ist unter Umständen groß; normalerweise ist eine wirksame Vorbeugung oder Behandlung nicht möglich.

Am 8.12.2020 hat die ABAS eine Einstufung des Sars-CoV-2-Erregers vorgenommen.
Wer den Einstufungsbeschluss liest, erkennt zwischen den Zeilen, dass hier offensichtlich nicht das “gewünschte” Ergebnis herausgekommen ist. Die Arbeitsgruppe begründet nämlich nachdrücklich, warum Sars-CoV-2 “nur” in die Klasse 3 und nicht in die Klasse 4 eingestuft werden konnte:

“Auch die neueren Daten bestätigen die Einstufung von SARS-CoV-2 in die Risikogruppe 3. Eine Einstufung in Risikogruppe 4 ist aufgrund der derzeitigen Epidemiologie und Klinik der COVID-19 unter Berücksichtigung der Einstufungskriterien wissenschaftlich nicht begründbar.”
Quelle: https://www.baua.de/DE/Aufgaben/Geschaeftsfuehrung-von-Ausschuessen/ABAS/pdf/SARS-CoV-2.pdf?__blob=publicationFile&v=13

Die Ergebnisse der ABAS-Analyse zu COVID-19:

1

Schwere Verläufe der Erkrankung findet man nicht bei allen Infizierten, sondern
überwiegend bei bestimmten Patientengruppen. Die Daten des RKI belegen, dass bundesweit 86 % der an COVID-19 verstorbenen Personen 70 Jahre und älter waren. Ihr Altersdurchschnitt liegt bei 82 Jahren.

2

Es zeigte sich weiterhin, dass fast alle Verstorbenen, wie bei der Altersgruppe zu
erwarten, an Co-Morbiditäten wie Übergewicht, koronaren Herzerkrankungen, Asthma, COPD, Diabetes mellitus Typ 2, peripheren arteriellen oder neurodegenerativen Erkrankungen litten.

3

Des Weiteren ist davon auszugehen, dass ein erheblicher Teil der SARS-CoV-2- Infizierten keine oder eine nur leichte, erkältungsähnliche Erkrankung entwickeln. Es kann folglich davon ausgegangen werden, dass ein großer Teil der SARS-CoV-2 infizierten Personen nicht oder nicht schwer erkrankt.

4

Der hauptsächlich aerogenen Übertragung von SARS-CoV-2 kann zudem bei ordnungsgemäßem Gebrauch von persönlicher Schutzmaßnahmen (u.a. Atemschutz) wirkungsvoll entgegengetreten werden.